Zu Gast beim Iftar-Abend

Veröffentlicht am 25.06.2015 in Unterwegs

Auch nach fast 16-stündigem Fasten empfingen die Gastgeber ihren Ehrengast, den Ladenburger Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck, mit der ihnen selbstverständlichen Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Auf Vermittlung der Gesellschaft für Dialog Baden-Württemberg e.V. hießen deren Vorstandsvorsitzender Fatih Kaya und Familie Besir den Parlamentarier zum Iftar, dem traditionellen Festessen zum Abschluss eines Fastentages im Ramadan, willkommen.

Gerhard Kleinböck war der Einladung gern gefolgt. Bot sich ihm doch die Gelegenheit, einen für Muslime sehr bedeutenden Brauch einmal persönlich zu erleben. „Dieses persönliche Kennenlernen und gemeinsame Begehen religiöser Feste und Traditionen stärkt den Dialog und das Verständnis füreinander“, sieht Gerhard Kleinböck nicht nur als Mitglied des Integrationsausschusses im Landtag viele positive Aspekte in den Gesprächen und Erfahrungen des Abends.

Bereits die Wartezeit bis zum Sonnenuntergang wurde im Austausch kurzweilig überbrückt. Mit großem Interesse folgte der Ladenburger den Erläuterungen seiner Gastgeber zum religiösen Hintergrund und den Traditionen des Ramadans. Besonders beeindruckte den Sozialdemokraten die soziale Komponente des Fastens von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Diese Enthaltsamkeit soll die Gläubigen näher zu Gott führen und sie an das Leid derer erinnern, die hungern und denen es schlecht geht. Selbstredend, dass die Gesprächspartner hier auf die vielen Menschen zu sprechen kamen, die derzeit in größter Not in Europa Zuflucht suchen. Der Jüngste der Runde erklärte, dass ihn der tägliche Verzicht auf Speisen und Getränke, für das Leid der Flüchtlinge sensibilisiert habe.

Die Gruppe war so sehr in ihre Gespräche vertieft, dass sie den Sonnenuntergang verpasste. So reichte der Hausherr mit einigen Minuten Verspätung zu Beginn des Iftars Datteln. Ihre Süße soll dem Körper nach stundenlangem Fasten schnell Zucker zuführen. Während des anschließenden Mahls wurde der Dialog intensiv fortgesetzt. Die Deutschen mit türkischen Wurzeln betonten, die Bedeutung von Bildung für gelingende Integration. Worte, die der Bildungspolitiker nur allzu gern hörte. Gastgeber und Gast waren sich einig, dass „Aufstieg durch Bildung“ nur bei Chancengleichheit unabhängig von sozialer Herkunft möglich ist. Diese inhaltliche Übereinstimmung setzte sich auch bei weiteren Themen wie Inklusion oder Staatsbürgerschaft fort.

So wurde es Mitternacht bis sich Gerhard Kleinböck verabschiedete. „Dieser Abend war nicht nur eine Bereicherung für meine politische Arbeit in Stuttgart, er hat vor allem deutlich gemacht, dass das Miteinander der Religionen und Kulturen gelingen und ein Gewinn für unser Land sein kann“, ist Gerhard Kleinböck dankbar für die Einladung.

 
 

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