Wohl der Kleinsten und Gesundheitsschutz in Einklang zu bringen

Veröffentlicht am 22.05.2020 in Landespolitik

„10 Wochen ohne Kindergarten sind für einen Dreijährigen eine Ewigkeit. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass daraus keine Unendlichkeit wird“, begrüßt Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck die Ausweitung der Notbetreuung in den Kitas der Region ab Montag. „Parallel muss die Landesregierung ein Konzept vorlegen wie wir zum eingeschränkten Regelbetrieb für alle kommen“, erhofft sich der Bildungspolitiker aufgrund der aktuellen Infektionszahlen noch vor der Sommerpause diesen „für die Kinder und deren Eltern so wichtigen Schritt“.

Der langjährige Schulleiter sieht aufgrund der Zwangsschließungen die Bildungs- und Entwicklungschancen der Jüngsten gefährdet. Er appelliert daher an die Kultusministerin die Kommunen und Einrichtungen bestens auf den Tag vorzubereiten, an dem diese wieder öffnen können. „Wir dürfen dann nicht wieder aufgrund fehlender Vorgaben seitens des Landes Tage und Wochen verlieren“, greift der Abgeordnete die Kritik der Kommunen an der jüngsten Verordnung auf.

"Bei den derzeit niedringen Infektionszahlen ist die Nachvollziehbarkeit möglicher Infektionsketten maßgeblich für den Gesundheitsschutz", spricht sich Gerhard Kleinböck für eine Öffnung der Kitas in klar getrennten und dokumentierten Gruppen aus. Dabei sei, wie beispielsweise in Hessen bereits angekündigt, auf die Abstandsregeln zu verzichten.  Mit der Öffnung der Spielplätze seien Kinder einer Nachbarschaft oder Gemeinde wieder in Kontakt, ohne dass dies bisher zu erhöhten Infektionszahlen geführt habe, begründet der Sozialdemokrat. Deshalb sei es falsch, zwanghaft auf die Ergebnisse der Landesstudie zur Rolle von Kindern bei der Ausbreitung des Virus zu warten wie es die Landesregierung tue.       

„Das Wohl der Kleinsten und der Gesundheitsschutz sind durchaus miteinander in Einklang zu bringen“, fordert Gerhard Kleinböck dazu klare Konzepte von der Landesregierung und verweist auf eine entsprechende Verordnung des Landes Sachsen. „Auf 16 Seiten haben die Kommunen und Einrichtungen dort klare Maßnahmen erhalten, um eine Rückkehr zum eingeschränkten Regelbetrieb zu ermöglichen“, schließt der Abgeordnete.

 
 

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