Kultusministerin betreibt Verhinderungspolitik

Veröffentlicht am 10.12.2020 in Pressemitteilungen

SPD-Bildungsexperte Gerhard Kleinböck äußert sich zur Debatte um die neu in Kraft getretene Corona-Verordnung Schule:

„Beim derzeitigen Infektionsgeschehen, vor allem in Hot-Spots, ist es unverantwortlich mit welcher Strategie die Kultusministerin den Schulbetrieb bis Weihnachten fortführen will. Die Hürden für den jetzt so dringend notwendigen Wechselunterricht sind viel zu hoch und schrecken die Schulen ab“, erklärt der Landtagsabgeordnete sein Unverständnis zur neuen Corona-Verordnung Schule vom 08. Dezember. Darin wird es den Schulen selbst überlassen ob sie zum Wechselunterricht übergehen. Dieser ist aber nur ab Klasse 8 und nicht in Abschlussklassen möglich. Auch die Kurzfristigkeit und Kommunikation seitens des Ministeriums hatte viele Schulleitungen überrascht, um nicht zu sagen verärgert.

„Die Kultusministerin will ihren politischen Willen auf Gedeih und Verderb durchdrücken. Sie hat nie verstanden, dass es mehr Varianten gibt als komplette Öffnung oder komplette Schließung der Schulen“, wirft Kleinböck der Kultusministerin vor.

„Die vermeintlichen Strategien der Landesregierung hinken den Inzidenzzahlen seit Wochen hinterher. Grund dafür sind unter anderem die chaotischen Abstimmungsprozesse innerhalb der grün-schwarzen Landesregierung und das Profilierungsgehabe der Kultusministerin“, kritisiert Kleinböck das Chaos im Bildungsbereich.

„Mit der schwammigen Vorgabe des Wechselunterrichts kommt nun auch noch hinzu, dass Frau Eisenmann die Verantwortung nach unten abschiebt, sodass nun die Schulleitungen vor dem Problem stehen ob und wie sie einen Wechselunterricht vor Weihnachten organisiert bekommen. Der Unmut der Eltern ist vorprogrammiert und landet so erst einmal bei den Schulleiterinnen und Schulleitern vor Ort. Das ist unfair und auch ein Stückweit feige“, bringt Kleinböck die Lage auf den Punkt.

 
 

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