„Grundsatz ‚Kurze Beine – Kurze Wege‘ muss bestehen bleiben“

Veröffentlicht am 23.01.2019 in Landespolitik

Gerhard Kleinböck kritisiert Plan der Grünen zur Schließung kleiner Grundschulen durch die Hintertür

Stuttgart/Ladenburg.  Am Wochenende wurde bekannt, dass die Grünen im Landtag eine bessere Bezahlung von Schulleitungen kleiner Grundschulen blockieren. Gerhard Kleinböck, MdL, sieht darin einen unangemessenen Angriff der Grünen auf 111 Grundschulen im Land:

„Die Grünen wollen Schulleitungen kleiner Grundschulen bewusst schlechter stellen als andere. Damit wird es noch schwieriger die freien Stellen im ländlichen Raum zu besetzen. Den Schulen könnte damit mittelfristig das Aus drohen.“

Schulleitungen prägen die Qualität einer Schule maßgeblich, indem sie u.a. das Profil der Schule schärfen, das Kollegium fachlich weiterentwickeln und die Unterrichtsversorgung organisieren. Derzeit sind landesweit jedoch 143 Schulleiterstellen an Grundschulen nicht besetzt. Aus Sicht des SPD-Landtagsabgeordneten und früheren Schulleiters Gerhard Kleinböck ist das ein Alarmsignal, dem politische Konsequenzen folgen müssen.

„Es ist unverantwortlich gegenüber Lehrkräften, Kindern und Gemeinden, kleine Grundschulen im neuen Programm zur Entlastung und Stärkung von Schulleitungen komplett auszuklammern“,

bemängelt er das Vorgehen der Grünen. Eine Grundschule vor Ort sei für viele Kommunen, die mit großen Zentren um die Gunst junger Familien konkurrieren, ein entscheidender Standortfaktor.

„Wenn es nach den Grünen geht, sollen die kleinen Grundschulen an ihrer schlechten Ausstattung und dem Lehrermangel langsam zugrunde gehen“,

ist Gerhard Kleinböck empört und bekennt sich deutlich zum Grundsatz ‚Kurze Beine, kurze Wege‘, insbesondere auch für kleinere Grundschulen in der Region wie beispielsweise in Weinheim-Rippenweier oder Altenbach.    

 
 

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