Gerhard Kleinböck bleibt Empfang des US-Botschafters fern

Veröffentlicht am 12.10.2018 in Wahlkreis

Der Ladenburger Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck wird nicht am Empfang des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika in Hirschberg teilnehmen. „Mit S.E. Richard A. Grenell wird eine Person zu Gast sein, der ich durch meine Präsenz als Abgeordneter keine persönliche Aufwartung zukommen lassen möchte“, schreibt der Sozialdemokrat an Gastgeber Bürgermeister Manuel Just.

Mit seinen regelmäßigen Interviews auf der rechtsradikalen Nachrichtenseite „Breitbart“, seiner Wertschätzung des österreichischen Kanzlers als „Rockstar“ und insbesondere seinen Signalen an die Populisten in Europa stehe der Botschafter für eine politische Grundausrichtung, „an deren Seite ich mich nicht stellen werde“, wird Gerhard Kleinböck deutlich.

Entsprechend scharf kritisiert der Landtagsabgeordnete den Initiator des Besuchs, den Bundestagsabgeordneten Prof. h.c. Dr. Karl A. Lamers. „Ich halte es für das absolut falsche Zeichen, Menschen zu hofieren, die sich so deutlich gegen unsere politische Kultur stellen“, verweist Gerhard Kleinböck auf Aussagen des Botschafters im Sommer dieses Jahres. Der Trump-Vertraute hatte seinerzeit erklärt, die „konservativen Kräfte“ stärken und das „Erwachen der leisen Mehrheit“, die die „Eliten in ihrer Filterblase“ ablehnt, vorantreiben zu wollen.

„Die oben genannten Aktivitäten des Botschafters unterstreichen, welche angebliche Mehrheit und Kräfte er auch bei uns in Deutschland unterstützen will“, erklärt der SPD-Politiker und stellt klar: „Ich möchte jedoch betonen, dass mein Fernbleiben vom Empfang in keinster Weise aufgrund mangelnder Wertschätzung gegenüber dem Gastgeber oder gar der Gemeinde Hirschberg erfolgt. Vielmehr möchte ich nicht einer Person ‚den Hof machen‘, die sich, wie oben beschrieben, so gegensätzlich zu meinen gesellschaftlichen und politischen Wertvorstellungen positioniert“.

 
 

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