Fehlende LKW-Parkplätze auch in der Region ein Problem

Veröffentlicht am 27.09.2019 in Landespolitik

Gerhard Kleinböck MdL nach Vor-Ort-Termin mit Auto-bahnpolizei besorgt 

Als Mitglied des Verkehrsausschusses im Landtag interessiert sich Gerhard Kleinböck derzeit für die Problematik der fehlenden Parkplätze für LKW auf den Park- und Raststätten an den Autobahnen der Region. Nach einer Anhörung im Ausschuss hat sich der Landtagsabgeordnete aus Ladenburg nun selbst ein Bild der Situation gemacht und durfte mit einer Streife der Autobahnpolizei Mannheim einen nächtlichen Einsatz begleiten. „Sie kommen pünktlich zu einem Einsatz, gerade wurden uns parkende Lastwagen auf einem Seitenstreifen gemeldet“, begrüßt der Dienststellenleiter des Reviers in Mannheim-Seckenheim den Abgeordneten am späten Abend kurz nach Schichtwechsel.

Auf der Fahrt Richtung Raststätte Hardtwald West auf der A5 wird deutlich: alle Park- und Rastplätze sind zu dieser Stunde hoffnungslos überfüllt, die Fahrer lassen ihre 40-Tonner auf dem Standstreifen der Raststättenauffahrt teilweise unbeleuchtet stehen. „Das birgt große Gefahren, wir erleben schlimme Unfälle, bei denen Autos in die unbeleuchteten LKW krachen. Die Fahrer sind durch ihre Lenkzeiten unter Druck, aber hier können wir sie auf keinen Fall stehen lassen“, erklärt der Polizeibeamte und weckt die teils schlafenden Fahrer.

Auch an den folgenden Ausfahrten gleichen sich die Bilder: zugeparkte Auf- und Abfahrten, manchmal selbst mit dem PKW kaum passierbar. „Die Situation der Fahrer ist nicht einfach, sie leben manchmal wochenlang in ihren Fahrzeugen, um nicht zu sagen „hausen“, werden schlecht bezahlt und stehen unter enormen Zeitdruck. Bei den Anlieferfirmen dürfen sie nicht nächtigen und in ein Industriegebiet zum Übernachten zu fahren geht mit einem Zeitverlust einher“, zeigt der Beamte auch Verständnis.

Gerhard Kleinböck berichtet, dass derzeit Logistikunternehmer und Speditionen an die Politik appellieren neue und größere Rastplätze für LKW zu bauen. Allerdings sehe er nach dem Ge-spräch mit den Polizeibeamten auch eine Pflicht bei der Logistikbranche die Fahrer auf dem Firmengelände der Anlieferer für die Ruhezeiten aufzunehmen. Außerdem würden Autohöfe oft nicht gut angenommen, auch auf dieser Streiffahrt wird deutlich: kleine Raststätten auf Verbindungsautobahnen wie der 659 haben oft noch deutlich Kapazitäten, der Umweg von 10 Minuten scheint vielen jedoch zu umfangreich.

Intelligente, App-gesteuerte Parkleitsysteme wären laut Polizei eine Maßnahme die Situation zu entschärfen. Auch das so ge-nannte „Kolonnenparken“ wird als Lösungsmaßnahme diskutiert. Dabei dürfen Lastwagen „eingeparkt“ und zugestellt werden, die länger stehen bleiben müssen. „Dass die Lösung auch hier mit einer verbesserten Digitalisierung einhergehen muss, wird bei diesem Vor-Ort-Termin wieder einmal deutlich“, weist Kleinböck auf die Potentiale der neusten Technik hin.

„Technisch wäre auch in anderen Bereichen der Polizeiarbeit schon sehr viel mehr möglich, seit langem“, pflichtet der Dienststellenleiter ihm bei. „Ich bin sehr dankbar für diesen interessanten Besuch bei ihrer Nachtschicht. Die Erkenntnisse, die ich an diesem Abend gewonnen habe, sind sehr wertvoll für die weitere Arbeit an einem Gesetzentwurf im Verkehrsausschuss“, verabschiedet sich der Sozialdemokrat schließlich gegen Mitternacht.

 
 

Mein Wahlkreis

Pressefoto

kleinboeck_pressefoto_2016

Links