"Energiewende konkret" in Forbach

Veröffentlicht am 03.07.2014 in Veranstaltungen

Die Gruppe beim Besuch der Schwarzenbachtalsperre

 

Gerhard Kleinböck lädt regelmäßig zu Exkursionen „Energiewende konkret“. Mit der Besichtigung von Erneuerbaren-Energie-Anlagen will er „die Menschen für die Energiewende sensibilisieren, überzeugen und vor allem mitnehmen“.

Nachdem bisher Kraftwerke zur Stromerzeugung besucht wurden, stand diesmal eine „ebenso wichtige Säule der Energiewende“ auf der Agenda, die Energiespeicherung. „Denn wenn der Wind einmal nicht ausreichend weht oder die Sonne nicht intensiv genug scheint, gilt es dennoch, die Stromversorgung sicherzustellen. Diese Funktion können Pumpspeicherwerke mit übernehmen“, beschreibt Gerhard Kleinböck deren Aufgabe. In Zeiten von Überkapazitäten pumpen sie Wasser in einen Stausee, um später mögliche Stromknappheit mit dieser Wasserkraft auszugleichen. Wie dies genau geschieht konnten nun Interessierte im Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach erfahren.

Zunächst begrüßte Willi Parstorfer von Betreiber  EnBW die Gruppe aus der Kurpfalz. In seinem kurzen Statement unterstrich Gerhard Kleinböck anschließend die Bedeutung der Energiespeicherung. Er lobte in diesem Zusammenhang die technische Leistungsfähigkeit und Flexibilität von Pumpspeicherwerken.

Bevor sich die Besucher davon selbst ein Bild machen konnten, stellte Werksmitarbeiter Markus Wunsch einige Standorte des regenerativen Kraftwerkparks der EnBW und die technischen Daten der Anlage vor Ort dar. Sie hat eine Leistung von knapp 70 Megawatt und produziert jährlich rund 105 Mio. Kilowattstunden erneuerbaren Stroms. Die 14 Millionen Kubikmeter Wasser der Schwarzenbachtalsperre können je nach Bedarf zur Energieerzeugung eingesetzt werden. Diese Flexibilität macht das Kraftwerk zu einer wichtigen Säule im künftigen Versorgungskonzept der EnBW. Trotz seiner fast 100 Jahre wird das Rudolf-Fettweis-Werk diese Rolle auch einnehmen können. Die Lage wurde von den Gründungsvätern mit Bedacht gewählt, die Maschinen leisten noch heute zuverlässig ihren Dienst und die Bau- und Ingenieurskunst der damaligen Zeit hat einen Komplex geschaffen, der zukunftsfähig gemacht werden kann. Daher plant die EnBW derzeit eine Modernisierung und einen Ausbau. Eine neue Staustufe soll entstehen und somit die Gesamtleistung auf 270 Megawatt nahezu vervierfacht werden.

Doch auch der aktuelle Zustand überzeugte die Besucher. Besonders das Maschinenhaus mit den Turbinen und Generatoren beeindruckte. Ihm war anzusehen mit welcher Präzision und technischen Begabung die Anlage seinerzeit errichtet wurde. Der Rundgang endete mit einer Begehung des Inneren der Staumauer der Schwarzenbachtalsperre.

 
 

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