Einschulung: Elternrechte stärken

Veröffentlicht am 05.07.2019 in Landespolitik

(C) SPD Baden-Württemberg

„Um ihrem Kind eine verfrühte Einschulung zu ersparen, waren die Eltern bisher auf die Zustimmung der Behörden angewiesen. Davon waren jährlich bis zu 10.000 Kinder betroffen“, begrüßt Gerhard Kleinböck die nun auf den Weg gebrachte Verlegung des dafür verantwortlichen Stichtags vom 30. September auf den 30. Juni.

Bereits Anfang des Jahres starteten Eltern eine Online-Petition genau für diese Maßnahme. „Wir möchten dringend auf die Nachteile einer Früheinschulung mit nur knapp sechs Jahren bzw. sogar fünf Jahren hinweisen. Wir möchten den Eltern, deren Kinder im Juli, August oder September sechs Jahre alt werden, das Recht zusprechen, zu entscheiden, ob ihr Kind noch in diesem Jahr, also mit gerade sechs Jahren oder sogar erst fünf Jahren, oder erst im folgenden Jahr eingeschult wird“, fordern seither über 20.000 Unterzeichner aus Baden-Württemberg. Politische Unterstützung erhielt diese Elterninitiative frühzeitig von der SPD-Landtagsfraktion. Im März brachten deren Bildungspolitiker einen Antrag ein, den Stichtag vom 30. September auf den 30. Juni zu verlegen. Die Landesregierung sah Ende April noch keinen Anlass, direkt zu handeln, wollte zunächst noch  „analysieren, ob hier zusätzlicher Handlungsbedarf besteht“.

„Umso mehr freue ich mich, dass nun auch die Regierungsfraktionen den Elternwunsch und unsere parlamentarische Initiative aufgegriffen haben und damit Früheinschulungen deutlich reduzieren werden“, begrüßt Gerhard Kleinböck den Auftrag des Bildungsausschusses an die Landesregierung.

Scharf kritisiert der Bildungspolitiker jedoch, dass im Gesetzgebungsverfahren auf eine Anhörung verzichtet werden soll und somit „der Beratungsprozess mit allen Betroffenen und Fachleuten mal wieder außen vorbleibt“.    

 
 

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