Aufnahmehaus für Wohungslose im Rhein-Neckar-Kreis?

Veröffentlicht am 05.10.2018 in Kommunalpolitik

Täglich erhält die Caritas Rhein-Neckar am Standort Weinheim Anfragen nach Wohnungen. Außerdem verzeichnet die Anlauf- und Fachberatungsstelle des Wohlfahrtverbandes bei der Wohnungslosenhilfe einen stetig wachsenden Zulauf. Daher stand die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum beim Besuch des Landtagsabgeordneten Gerhard Kleinböck im Zentrum des Dialogs. Der Sozialdemokrat nahm die Schilderungen aus der Praxis zum Anlass beim Sozialdezernat des Rhein-Neckar-Kreises nach konkreten Hilfen und Projekten für Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, nachzufragen.

Insbesondere informierte sich der Abgeordnete über die Zusammenarbeit von Kreis und Kommunen sowie erste Unterstützungsangebote in akuten Notsituationen. 

Das Landratsamt bestätigte eine enge Zusammenarbeit zwischen Sozialamt und Jobcenter sobald Mieterinnen und Mieter von einer Räumungsklage wegen Zahlungsverzuges bedroht sind. In diesem Zusammenhang kündigte Landrat Stefan Dallinger in seinem Schreiben an, den „aktuellen Bedarf an einem Aufnahmehaus“ zu prüfen und gegebenenfalls die „Initiative zur Schaffung von Plätzen“ zu ergreifen. Bisher existiert eine solche Einrichtung der „Notaufnahme“ für Wohnungslose im Rhein-Neckar-Kreis nicht.

„Der Austausch mit den Wohlfahrtsverbänden hat nochmals verdeutlicht, dass auch in unserer wirtschaftlich so starken Region Menschen von Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind“,

resümiert Gerhard Kleinböck.

„Ein Dach über dem Kopf ist jedoch Grundlage eines menschenwürdigen Lebens. Politik und Verwaltung haben daher Sorge dafür zu tragen, dass Menschen in Notsituationen nicht auf der Straße leben müssen“,

kündigt der Abgeordnete abschließend an, insbesondere die Notwendigkeit eines Aufnahmehauses für Wohnungslose im Blick zu behalten.

 
 

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