„Tagesarbeitsverträge bei den Studierendenwerken in Heidelberg müssen schnellstmöglich abgeschafft werden“

Veröffentlicht am 13.03.2018 in Landespolitik

SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Rolland und Gerhard Kleinböck nehmen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in die Pflicht

 

Heidelberg. Die Arbeitsbedingungen bei dem Studierendenwerk Heidelberg und ihrem Subunternehmen, der Hochschul-Service-GmbH Heidelberg, stehen seit Wochen in der Kritik. Wie die Antwort des Wissenschaftsministeriums auf eine gemeinsame kleine Anfrage der hochschulpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Gabi Rolland und des Ladenburger Landtagsabgeordneten und schulpolitischen Sprechers Gerhard Kleinböck jetzt zeigt, sind bei der Hochschul-Service-GmbH Heidelberg seit 2014 jährlich kontinuierlich mindestens 250 studentische Mitarbeiter auf Basis von Tagesarbeitsverträgen beschäftigt.

„Hierbei handelt es sich eindeutig um eine sehr prekäre Form von Arbeitsverhältnissen, bei der die Arbeitsverträge innerhalb von Rahmenvereinbarungen für jeden Tag neu abgeschlossen werden. Die Studentinnen und Studenten haben somit keine feste garantierte Mindestarbeitszeit und auch kaum Möglichkeiten ihre Zeit zwischen Studium, Nebenjob und Freizeit zu planen. Zudem gehen mit den Tagesarbeitsverträgen mangelnder Kündigungsschutz und nicht vorhandene Mitbestimmungsmöglichkeiten sowie fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einher“,

erläutert die hochschulpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion Gabi Rolland.

Gerhard Kleinböck nimmt nun die grün-schwarze Landesregierung und insbesondere die Heidelberger Landtagsabgeordnete und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer in die Pflicht:

„Dass diese unsozialen Vertragsausgestaltungen nur vom Studierendenwerk an der Universität Heidelberg, und damit im Wahlkreis der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, eingesetzt werden, ist schon bemerkenswert. Die Tagesarbeitsverträge bei den Studierendenwerken in Heidelberg müssen jetzt schnellstmöglich abgeschafft und durch reguläre Verträge für studentische Hilfskräfte ersetzt werden“,

fordert der SPD-Bildungspolitiker.

„Schließlich hat die öffentliche Hand als Arbeitgeber auch eine gewisse Vorbildfunktion, der die Hochschul-Service-GmbH des Studierendenwerks Heidelberg bislang eindeutig nicht nachgekommen ist“,

so Gabi Rolland und Gerhard Kleinböck abschließend. 

 
 

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