"Dankeschön-Weinprobe" für das Ehrenamt

Veröffentlicht am 02.12.2017 in Veranstaltungen

Den anstehenden Welttag des Ehrenamts am 5. Dezember nahm die SPD Rhein-Neckar zum Anlass, ehrenamtlich Aktive zu einer „Dankeschön-Weinprobe“ einzuladen. Rund 30 Gäste, die gemeinsam allein 2017 bereits über 7.000 Stunden im Ehrenamt geleistet haben, kamen in der Kuhbergstube der Winzergenossenschaft Schriesheim zusammen. Die Gästeliste spiegelte die Vielfalt der Vereinslandschaft wider. Von der AWO, über die NaturFreunde, Elternvertretungen, Förder- und Gesangsvereine sowie kulturelle und karitative Vereinigungen, das gesamte Spektrum ehrenamtlicher Aktivität war vereint. Auch die Sozialdemokraten boten die ganze Bandbreite ihres poltischen Engagements auf. Für den persönlichen Austausch mit den Ehrenamtlichen waren der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding, Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck, Kreisrätin und Kreisvorstandsmitglied Renate Schmitt sowie der Schriesheimer Stadtrat Sebastian Cuny gekommen.

„Ohne ihren ehrenamtlichen Einsatz hätten unser gesellschaftlicher Zusammenhalt und das Sport-, Freizeit- und Kulturangebot unserer Region nicht diese außergewöhnliche Qualität“,

begrüßte Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck die Gäste mit dankbaren Worten. Diese trafen auf offene Ohren und wurden ebenso herzlich zurückgegeben. Den ehrenamtlich Aktiven war anzumerken, dass sie diese Form der Wertschätzung durchaus zu schätzen wussten. Unkritisch wurden sie hierdurch jedoch nicht. Die drei Vorstellungsrunden nutzten sie, um klar und deutlich ihre Wünsche an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Politik heranzutragen. Wiederholt wurden beispielsweise Nachwuchssorgen und Belastungen durch Bürokratie und Vorschriften angesprochen.

„Erklärung und Rechtfertigung liegen hier nah beieinander“,

fand Bundestagsabgeordneter Lothar Binding ebenso offene Worte. Beispielhaft erklärte er am fiktiven Gesetzgebungsprozess zum Spuckschutz beim Kuchenverkauf auf Vereinsfesten wie aus einem individuellen Problem eines durch Kuchenverzehr auf einem Straßenfest erkrankten Menschen die Forderung an die Politik entsteht, „dass so etwas nicht mehr vorkommen darf“. Ein daraufhin erlassenes Gesetz zur Umsetzung dieses Bürgerwunsches bildet die Grundlage für eine entsprechende Verwaltungsvorschrift durch das zuständige Ministerium. Schließlich tragen die Bundesländer noch ihre ganz landestypischen Bedenken und Anliegen vor. So legt beispielsweise Hamburg großen Wert auf die Windfestigkeit des Spuckschutzes während Bayern vielleicht Schutz vor Sonne einfordert. Am Ende kommt es schließlich zu einer Überregulierung, die zwar alle Eventualitäten berücksichtigt, die Betroffenen jedoch nur mit dem Kopf schütteln lässt und die ehemals erkrankte Person darin bestätigt, dass gehandelt werden musste.

Die insgesamt sechs Weinverköstigungen ließen ausreichend Raum für derart detailliere Beschreibungen in großer Runde, wie auch Gespräche im kleinen Kreis und den Austausch untereinander. „Es wäre schön, diesen Dialog regelmäßig führen zu können“, zogen sowohl Vertreterinnen und Vertreter der SPD wie auch die Aktiven aus dem Ehrenamt ein äußerst positives Resümee des Abends. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

 
 

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